Unser Leitbild_leichte Sprache
Leit-Bild des VPD
Selbst-ständig leben – aber nicht allein gelassen werden.
Wichtige Wörter in diesem Text:
VPD: Verbund für Psychosoziale Dienstleistungen im Kreis Mettmann.
Psychische Erkrankung: Erkrankung der Seele. Zum Beispiel: starke Angst oder schwere Traurigkeit.
Abhängigkeits-Erkrankung: Sucht–Erkrankung. Zum Beispiel: Alkohol-Sucht oder Drogen-Sucht.
Selbst-Bestimmung: Sie entscheiden selbst über Ihr Leben.
Teil-Habe: Gleichberechtigtes Mit-Machen in der Gesellschaft.
Klientin / Klient: Person, die Unterstützung vom VPD erhält.
UN-BRK: Internationaler Vertrag zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung.
BTHG: Bundes-Teil-Habe-Gesetz. Deutsches Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Trialog: Betroffene, Angehörige und Fach-Kräfte arbeiten gemeinsam.
Peer-Beratung: Beratung durch Menschen mit eigener Betroffenheits-Erfahrung.
Genesungs-Begleitung: Unterstützung durch Menschen, die selbst eine psychische Erkrankung erlebt haben.
Psycho-Pharmaka: Medikamente, die auf die Seele wirken.
Inklusion: Alle Menschen gehören dazu – niemand wird ausgeschlossen.
Unsere Vision
Menschen mit psychischen Erkrankungen und Sucht-Erkrankungen sollen selbst-bestimmt leben.
Sie sollen die gleichen Rechte haben wie alle anderen.
Sie sollen mitten in der Gesellschaft leben können.
Unsere Mission
Der VPD wurde 1976 gegründet.
Wir setzen uns für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Sucht-Erkrankungen ein.
Seit 2002 bieten wir auch Alten-Pflege, Gesundheits-Pflege und Kranken-Pflege an.
Wir begleiten und stärken Menschen verlässlich, respektvoll und nah an Ihrem Lebens-Umfeld.
Vielfalt und Offenheit
Unsere Angebote stehen allen Menschen offen.
Es spielt keine Rolle:
-
welches Geschlecht Sie haben,
-
woher Sie kommen,
-
welche Religion Sie haben,
-
wen Sie lieben,
-
welchen kulturellen Hintergrund Sie haben.
Wir stellen Informationen auch in Leichter Sprache zur Verfügung.
Unser Bild vom Menschen
Jede Klientin und jeder Klient ist eine eigenständige Persönlichkeit mit eigener Lebens-Geschichte.
Eine Erkrankung ist ein Teil des Lebens – sie macht nicht aus, wer ein Mensch ist.
Wir begegnen allen Menschen mit Respekt und Wert-Schätzung.
Wir sehen Stärken und Einschränkungen gleichermaßen.
Sie entscheiden selbst über Ihr Leben – auch wenn wir fachlich anderer Meinung sind.
Sie haben das Recht auf eigene Erfahrungen, auch wenn nicht alles gelingt.
Unsere Mitarbeitenden begleiten Sie dabei fachlich und verantwortungsvoll.
Menschenrechte und gesetzliche Grundlagen
Wir richten uns nach der UN-BRK und dem BTHG. Wir setzen uns ein für Teil-Habe, Inklusion und Selbst-Bestimmung.
Behinderung entsteht, wenn Menschen auf Hindernisse in der Gesellschaft treffen. Wir setzen uns dafür ein, diese Hindernisse abzubauen.
Unsere Angebote
Wir unterstützen zum Beispiel bei:
Wir fördern Ihre Selbst-Hilfe. Wir fördern Ihre Eigenverantwortung.
Wir helfen Ihnen mobil zu sein. Wir helfen Ihnen am Leben teilzunehmen.
Wir helfen Ihnen eine Wohnung zu finden. Wir helfen Ihnen Ihre Wohnung zu behalten.
Wir helfen Ihnen Kontakte aufzubauen. Wir helfen Ihnen Kontakte zu pflegen.
Wir helfen Ihnen Arbeit zu finden. Wir helfen Ihnen Beschäftigung zu finden. Wir helfen Ihnen Arbeit zu behalten.
Wir machen Alten-Pflege. Wir machen Gesundheits-Pflege. Wir machen Kranken-Pflege.
Sie stehen im Mittelpunkt
Ihre Bedürfnisse sind wichtig. Ihre Interessen sind wichtig. Ihre Wünsche sind wichtig.
Sie können auch Nein sagen. Dann suchen wir zusammen nach anderen Lösungen.
Trialog und Selbst-Hilfe
Betroffene, Angehörige und Fach-Kräfte arbeiten bei uns gleichberechtigt zusammen.
Wir fördern auch Selbst-Hilfe, Peer-Beratung und Genesungs-Begleitung.
Umgang mit Medikamenten
Sie entscheiden selbst über Ihre Medikamente – ob Sie sie nehmen, reduzieren oder darauf verzichten.
Wir unterstützen Sie dabei in Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Vernetzung und Zusammen-Arbeit
Wir sind Teil des Hilfe-Systems für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Kreis Mettmann.
Wir arbeiten mit anderen Hilfs-Organisationen, Diensten und Angeboten von Stadt und Gemeinde zusammen.
Wir öffnen unsere Angebote für alle Menschen im Wohn-Gebiet und fördern Strukturen, in denen alle dazu gehören.
Unsere Mit-Arbeitenden
Bei uns arbeiten Fach-Kräfte aus verschiedenen Berufen, Peer-Beraterinnen und Peer-Berater sowie Genesungs-Begleiterinnen und Genesungs-Begleiter.
Wir fördern die fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mit-Arbeitenden durch Fort-Bildungen.
Uns ist ein wertschätzendes und vertrauensvolles Mit-Einander wichtig.
Qualität und Weiter-Entwicklung
Wir verbessern unsere Arbeit regelmäßig – das ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Wir nehmen Beschwerden ernst.
Unsere Hilfe richtet sich nach Ihrem persönlichen Bedarf – sie ist nicht auf Dauer angelegt.
Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir regelmäßig, ob Ziele und Umfang der Unterstützung noch passen.
Unsere Verantwortung als soziales Unternehmen
Wir setzen Geld und Mittel wirkungsvoll und ohne Verschwendung ein.
Wir legen unsere Leistungen und Kosten offen dar. Wir verschwenden kein Geld. Wir setzen uns dafür ein, dass soziale Arbeit mehr Anerkennung erhält.
Beteiligung und Weiter-Entwicklung
Dieses Leit-Bild ist ein offener, lebendiger Prozess.
Rück-Meldungen, Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht – von Klientinnen und Klienten, Angehörigen, Mit-Arbeitenden und Partnern.